Neue gemeinsame Holzvermarktungsgemeinschaft gegründet!

Die strukturellen Veränderungen im Bereich der Sägeindustrie erfordern neue Wege auf der Rohholz-Angebotsseite. Nur ein solidarisches Zusammenwirken vieler Waldeigentümer*innen, d.h. eine Bündelung der Angebotsmenge kann ein angemessenes Gegengewicht zur Abnehmerseite schaffen. Auf Ebene der Landkreise Schwäbisch Hall, Rems-Murr-Kreis und Ostalbkreis entstand daher die Initiative, eine gemeinsame Holzvermarktungsgemeinschaft in Form einer Genossenschaft zu gründen, die dem Kleinprivatwald, dem Großprivatwald, dem Kommunalwald und dem Kirchenwald einen gemeinsamen, starken Marktzugang ermöglicht. Diese neue Organisation wurde am 29.04.2021 in einer Online-Versammlung gegründet.

Informationen zu der neuen Holzvermarktungsgemeinschaft finden sich unter dem folgenden Link: HV-SFWO.

Die FBG Hornberg wird ihre Mitglieder zeitnah in einem Rundschreiben über die neue Holzvermarktungsgemeinschaft im Detail informieren.

 

Waldarbeit trotz Ausgangsbeschränkungen möglich

Trotz der bestehenden Ausgangsbeschränkungen ist Waldarbeit weiterhin möglich, wenn Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Die Vorgaben zur Arbeitssicherheit sind selbstverständlich einzuhalten. Gefährliche Waldarbeiten (Motorsägenarbeiten etc.) sind grundsätzlich nur durchzuführen, wenn eine weitere Person in Ruf- oder Sichtkontakt ist. Diese Person muss bei Notfällen in der Lage sein, Erste Hilfe zu leisten oder einen Notruf abzusetzen. Die Alleinarbeit ist in bäuerlichen Betrieben ausnahmsweise zulässig͕, wenn es im Betrieb aufgrund von anderen Tätigkeiten nicht möglich ist, dass eine zweite Person mit vor Ort ist. In diesen Fällen ist es absolut notwendig͕, dass weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Geeignete Vorkehrungen sind beispielsweise das Tragen eines Mobiltelefons mit Notruffunktion am Körper, der Einsatz einer Personen-Notsignal-Anlage (PNA) bei Arbeiten mit der Seilwinde, ein Informieren von Angehörigen über den Arbeitseinsatz, den Arbeitsort und den Rückkehrzeitpunkt. Die Mitarbeit von anderen Personen ist möglich, auch wenn sie nicht dem Hausstand des Waldbesitzers angehören (z.B. Nachbarschaftshilfe). Hierbei ist aber ganz ausdrücklich auf die gebotenen Schutzmaßnahmen (Abstand mindestens 1,5 Meter und kein Körperkontakt) zu achten. Auch die Waldarbeit durch Brennholzselbstwerber ist möglich. Die Kontrolle der Wälder auf Borkenkäferbefall ist nicht nur möglich, sondern eine gesetzliche Verpflichtung. Die Kontrollen sind gerade in den kommenden Wochen besonders wichtig. Befallene Bäume müssen gefunden und zeitnah entnommen werden, um eine Ausbreitung der Borkenkäfer zu verhindern. Auch die weitere Aufarbeitung des Sturmholzes ist aus Gründen des Waldschutzes dringend nötig. Beachten Sie aber speziell bei der Sturmholzaufarbeitung unbedingt die Vorgaben zur Arbeitssicherheit. Gehen Sie hier keine Risiken ein und beauftragen Sie im Zweifel einen Profi mit der Durchführung der Arbeiten. Die Frühjahrspflanzung zählt zu den regulären Betriebsarbeiten. Durch entsprechende Arbeitsorganisation sind aber auch hierbei Kontakte zu anderen Menschen möglichst zu vermeiden. Der Agrar- und der Landhandel sind von der Schließung von Einzelhandelsgeschäften ausgenommen. Dies gilt auch für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, die Zaunmaterial, Pflanzenschutzmittel, Forstpflanzen etc. abgeben. Infektionsschutz bei der Waldarbeit

  • Erfolgt die Waldarbeit zusammen mit Personen, die nicht dem gleichen Hausstand angehören, sollten zusätzlich zu den allgemeinen Regeln des Infektionsschutzes weiterführende Schutzmaßnahmen ergriffen und Verhaltensregeln eingehalten werden:
  • Die Fahrt in den Wald sollte getrennt erfolgen; keine hausstandsübergreifenden Fahrgemeinschaften bilden.
  • Jeder verwendet sein eigenes Werkzeug; Verwechslungen sollten ggf. durch Markierung ausgeschlossen werden.
  • Für jede Person sollte die Möglichkeit bestehen, die Hände regelmäßig mit Wasser und Seife zu waschen bzw. eine regelmäßige Händedesinfektion vorzunehmen. Halten Sie möglichst mehrere Wasserkanister vor die individuell genutzt werden.
  • Halten Sie auch bei Pausen Abstand; nutzen Sie keine Waldarbeiterschutzwägen oder beengte Schutzhütten.
  • Stellen Sie bei sich selbst oder bei anderen Personen grippeähnliche Symptome fest (Husten, besondere Kurzatmigkeit, Schwäche etc.), weisen Sie sofort darauf hin und brechen Sie den gemeinsamen Arbeitseinsatz umgehend ab.

AUS: FOKA-INFO 03-2020

 

Notfallplan Wald

Link: http://fbghornberg.de/wp-content/uploads/2019/12/Notfallplan_Wald.pdf

 

Rohholzmarkt

Im Ostalbkreis hat sich die Käfersituation in der zweiten Jahreshälfte 2020 deutlich entspannt. Die Waldlager aus Sturm- und Käferholz aus der ersten Jahreshälfte sind weitgehend abgebaut.
Die Haltung unserer Großkunden gleicht der im vergangenen Herbst. Sie können sich noch mit Holz aus den stärker betroffenen Schadgebieten Mitteldeutschlands eindecken und sehen sich bis auf Weiteres gut mit Rundholz versorgt.

In jedem Fall sollte ein eventueller Holzeinschlag auch in dieser Saison bis spätestens Ende Februar abgeschlossen sein, damit sich die Abwicklung nicht zu weit ins Frühjahr hineinzieht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit muss im nächsten Sommer mit erheblichen Käferholzmengen gerechnet werden, daher sollte mit möglichst wenig Lagermenge aus dem Winter ins Frühjahr gegangen werden.

Die Eiche ist ebenfalls sehr stark nachgefragt und kann in jeder Menge bereitgestellt werden. Schlechte Qualitäten sind jedoch nur als Brennholz zu vermarkten. Die Esche wird wie in den Vorjahren verkäuflich sein. Bei der Bu-che ist eine frühe Lieferung anzustreben, im neuen Jahr könnte es zu Verzögerungen bei der Über-nahme kommen.

Lesen Sie dazu den aktuellen Winterbrief  der FSL.

 

Borkenkäfer

  • Alle Waldbesitzende sind aufgefordert – Raus aus dem Wald mit dem Käferholz!
  • Nach mittlerweile drei Kalamitätsjahren in Folge ist für 2021 im Allgemeinen ein rückläufiger Trend bei den Befallszahlen zu erwarten. Voraussetzung dafür ist bei der aktuell immer noch stark erhöhten Populationsdichte der Borkenkäfer jedoch ein weiterhin konsequentes Management. Der Schwärm- und Befallsbeginn verläuft vor allem in den tieferen bis mittleren Lagen in diesem Jahr zeitverzögert – im April sind landesweit bisher kaum Käfer geflogen. Näheres siehe: FVA-Newsletter Borkenkäfer Südwest. Deshalb muss in den betroffenen Wäldern die Schwerpunktsetzung im Herbst und Winter weiter eindeutig auf Kontrolle, Aufarbeitung und Abfuhr aller befallenen Stämme aus dem Wald liegen.
  • Erkennen, Vorbeugen und Managen von Borkenkäfer sind in der Broschüre der ForstBW oder in der Waldschutz-Info 2/2021 der Forstlichen Versuchs-und Forschungsanstalt Baden-Württemberg beschrieben.
  • Siehe auch “Die geheime Sprache der Buchdrucker”:https://www.youtube.com/watch?v=9uIwMrpum4A

 

Forstkammer Baden-Württemberg 

Aktuelles von der Forstkammer Baden-Württemberg